Berufswahlorientierung

Die Berufswahlorientierung gehört zu unseren wichtigsten Schwerpunkten in der Sekundarstufe. Im Folgenden erhalten sie einen Überblick zu unseren Angeboten.


Portfolio „Sammelmappe Berufswahl“

Die Schülerinnen und Schüler erhalten im 8. Schuljahr ein Portfolio, die „Sammelmappe Berufswahl“. An dieser arbeiten sie drei Jahre und erhalten Sie zu ihrer Entlassung.

Die Mappe soll helfen

  • persönliche Stärken und Fähigkeiten herauszufinden
  • Ideen und Ziele für die Zukunft zu finden
  • sich beruflich zu orientieren

In der Mappe enthalten sind die Schullaufbahn, eine Interessen- und Stärkenermittlung, erforderliche Fähigkeiten in allen Berufen (Schlüsselqualifikationen), Lernplanung, Berufswahlfahrplan.

Außerdem können die Schülerinnen und Schüler in der Mappe ihre Praktikumsnachweise, Praktikumsberichtshefte und weitere Nachweise und Zertifikate sammeln.

Potentialanalyse/ Berufsfelderkundung

Im Rahmen der Landesinitiative KAOA (Kein Anschluss ohne Abschluss) nehmen alle Schülerinnen und Schüler des 8. Schuljahres an der eintägigen Potentialanalyse und der dreitägigen Berufsfelderkundung statt.

In der Potentialanalyse werden die handwerklich-motorischen Fähigkeiten mit dem Testverfahren hamet2 überprüft. Im Anschluss findet ein Auswertungsgespräch mit den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern statt. Die Testergebnisse werden im Portfolio „Sammelmappe Berufswahl“ abgeheftet.

Die Potentialanalyse wird in Auszügen im „Trainingszirkel Beruf“ in mehreren Projekttagen vorbereitet.

In der dreitägigen Berufsfelderkundung haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, an jeweils einem Tag ein – meist handwerkliches – Berufsfeld kennenzulernen, z.B. Bau, Farbe, Friseur, Metall.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten im Anschluss zu jedem Berufsfeld ein Teilnehmerzertifikat und eine Beurteilung, die ebenfalls in der Sammelmappe aufbewahrt werden.

Der Lindweiler Hof kooperiert seit Jahren bei beiden Maßnahmen mit dem Berufsbildungszentrum Butzweiler Hof.

Trainingszirkel Beruf

Wenige Wochen vor der Potentialanalyse findet in der Schule an mehreren Projekttagen der „Trainingszirkel Beruf“ statt.

Hier wird eine Auswahl von Testaufgaben aus dem hamet2 den Schülerinnen und Schülern als Kennenlern- und Trainingsaufgaben angeboten.

In Kleingruppen können sich die 8.-Klässler oft erstmalig an Praxisstationen an Aufgaben z.B. mit der Nähmaschine, dem Cuttermesser oder der Feile ausprobieren.

Es werden Aufgaben aus den Bereichen Messgenauigkeit, Werkzeugeinsatz, Routine und Schnelligkeit, Sorgfalt und Aufgabenverständnis angeboten.

Jede Kleingruppe/Praxisstation wird von einem Lehrer/einer Lehrerin betreut und beobachtet, so dass alle Teilnehmer eine individuelle Rückmeldung zum Arbeitsverhalten, den Ergebnissen und der Verbesserungsmöglichkeiten bekommen.

Praktika

In den Klassen 8 – 10 leisten die Schülerinnen und Schüler jedes Jahr ein 3-wöchiges Schülerbetriebspraktikum. In der Klasse 7 kann ein 1-wöchiges Schnupperpraktikum stattfinden.

Die Praktikumsstellen werden in der Regel selbstständig gesucht, die SchülerInnen werden aber durch die KlassenlehrerInnen oder die Schulsozialarbeiterin unterstützt.

Das Praktikum wird gemeinsam in der Klasse oder in Einzelarbeit intensiv vor- und nachbereitet, z.B. durch Telefon- und Bewerbungstraining, Schreiben von Lebensläufen, Rollenspiele.

Jede/r Schüler/in wird 2 – 3 Mal, bei Bedarf öfter von einem Klassenlehrer im Betrieb besucht.

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten eine Praktikumsberichtmappe. Die Betriebe verfassen schriftliche Beurteilungen. Beides wird im Portfolio abgeheftet.

Kooperation mit der Agentur für Arbeit

Am Ende des vorletzten Schulbesuchsjahres kommt in jedem Schuljahr unsere Kooperationspartnerin der Agentur für Arbeit an unsere Schule.

Sie bietet allen Schülerinnen und Schülern ein Erstgespräch zur beruflichen oder schulischen Zukunftsplanung an, nimmt ihre Daten auf und lädt sie zum PSU, dem psychologischen Eignungstest in die Arbeitsagentur ein.

Anschließend bietet sie weitere Berufs-/Ausbildungs- und Berufskollegsberatung an, bzw. vermittelt an Träger von Berufsvorbereitungsmaßnahmen.

Besuch von Ausbildungsbörsen

In der Stadt Köln werden alljährlich Ausbildungsbörsen von verschiedenen Initiativen (z.B. „Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifikation (EVA)“) angeboten. Hier können sich die Schülerinnen und Schüler über Berufsfelder erkundigen, Kontakt zu Betrieben aufnehmen, Bewerbungsmappen überprüfen lassen, sich auf Praktikumsstellen bewerben oder mit einer Vertreterin der Arbeitsagentur sprechen.

Diese Ausbildungsbörsen werden regelmäßig von den Klassen 8 – 10 besucht.